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Öffentlichkeitsarbeit, Presse

Männer im Fokus: DLRG & Ströer mahnen im Spätsommer zur Vorsicht in öffentlichen Gewässern

Veröffentlicht: 22.09.2026
Autor: Martin Holzhause
Quelle: Bundesverband
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Bad Nenndorf/Hamburg. Der Sommer neigt sich dem Ende entgegen, lädt aber weiter mit warmen Temperaturen Menschen zum Baden und Schwimmen ein. Dabei kommt es auch zu Unfällen. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und das Medienhaus Ströer wollen gemeinsam Menschen auf bestehende und häufig unterschätzte Gefahren hinweisen und damit das Bewusstsein schärfen – und zwar genau dort, wo die Wahrscheinlichkeit von Badeunfällen steigt. Die aktuelle, von der Werbeagentur Grabarz & Partner kreierte Digital-Out-Of-Home-Kampagne (DOOH), fokussiert sich in der Ansprache auf Männer.

„Rund 90 Prozent der Personen, die diesen Sommer tödlich im Wasser verunglückten, waren männlich. Fehlendes Gefahrenbewusstsein, Übermut, leichtsinniges Verhalten und auch Alkohol spielen oft eine entscheidende Rolle bei diesen Unfällen“, sagt DLRG-Präsidentin Ute Vogt zum Hintergrund der Kampagne und ergänzt: „Wir sind sehr froh darüber, dass wir mit Ströer und Grabarz & Partner zwei engagierte Unterstützer haben, die gemeinsam mit der DLRG weitere Todesfälle verhindern wollen.“

„Die meisten tödlichen Unfälle passieren nicht in Schwimmbädern, sondern in Flüssen, Seen oder Badeseen. Gründe hierfür sind häufig Unwissenheit, Übermut und Selbstüberschätzung – insbesondere bei Männern“, sagt Ralf Heuel, CCO und Partner bei Grabarz & Partner. „Die Motive selbst thematisieren die häufigsten Ursachen für Unfälle, verzichten aber auf schockierende Bilder. Gleichzeitig rütteln sie trotzdem auf. Denn mit der Headline-Mechanik 'Nicht im Bild…' spielt sich das eigentliche Drama im Kopf der Betrachtenden ab.“

„Unsere digitalen Außenmedien erreichen Menschen genau dort, wo Aufmerksamkeit zählt – im öffentlichen Raum und im entscheidenden Moment. Der große Vorteil von DOOH für diese Kampagne liegt darin, dass wir Botschaften regional passgenau sowie bei über 27°C Außentemperatur ausspielen und auch jüngere Zielgruppen erreichen. Anders als in den sozialen Netzwerken sprechen wir im öffentlichen Raum eine breite, vielfältige Öffentlichkeit an – ohne Filterblase, mitten im echten Leben. Mit der DLRG Kampagne zeigen wir, wie wirkungsvoll DOOH in Echtzeit nicht nur Botschaften vermittelt, sondern Verhalten anstößt und gesellschaftliches Engagement stärkt", sagt Alexander Stotz, CEO der Ströer Media Deutschland GmbH.

DLRG-Statistik: Hauptsächlich männliche Opfer  

Die DLRG-Statistik über Todesfälle in den Gewässern in Deutschland zeigt Jahr für Jahr, dass insgesamt rund 80 Prozent der Opfer männlich sind. Während der Sommermonate, in denen sich die meisten Badeunfälle ereignen, fällt der Anteil meist noch höher aus. Zuletzt war insbesondere die Zahl der Unglücke unter Jungen und jungen Männern stark gestiegen. So waren im unfallträchtigen Juni 45 Prozent der Opfer bekannten Alters nicht älter als 30 Jahre. Alle 40 verunglückten Personen waren männlich.

Nach Zählung der DLRG sind in den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 mindestens 261 Menschen in den Gewässern ums Leben gekommen. Das sind 15 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Kam es in den ersten Monaten des Jahres noch zu weniger Unglücken als 2025, ereigneten sich seit Beginn der Badesaison deutlich mehr tödliche Unfälle. Allein 189 Menschen ertranken zwischen Anfang Mai und Ende Juli. Letztmals kamen in diesem Zeitraum im Jahr 2019 mehr Menschen ums Leben (220).

Sicher schwimmen zu können ist aus Sicht der DLRG die beste Vorbeugung gegen das Ertrinken.Zudem braucht es in verschiedenen Bevölkerungsgruppen mehr Aufklärung über die Gefahren beim Baden und Schwimmen. „Der Schlüssel zu weniger Ertrinkungsunfällen ist wie in so vielen Bereichen des Lebens das nötige Wissen. Wer sich der Gefahren bewusst ist, geht seltener ins Risiko“, sagte DLRG Präsidentin Vogt zur Vorstellung einer Zwischenbilanz zum Ertrinken im August in Düsseldorf. Die aktuelle Digital-Out-Of-Home-Kampagne (DOOH) von DLRG, Ströer und Grabarz & Partner leistet hierzu einen wichtigen Beitrag.

Mehr Informationen zur DLRG-Statistik gibt es unter dlrg.de/statistik-ertrinken.


Über die DLRG
Die DLRG als private Wasserrettungsorganisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren. Hierfür klären ihre ehrenamtlich Aktiven über Wassergefahren auf, bringen Menschen das Schwimmen bei und bilden sie im Rettungsschwimmen aus. Zudem wachen mehr als 50.000 Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer jährlich 2,6 Millionen Stunden über die Sicherheit von Badegästen und Wassersportlern. Sie engagieren sich darüber hinaus in der örtlichen Gefahrenabwehr und bilden Einheiten der rund 80 DLRG Wasserrettungszüge für den Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. Die DLRG zählt derzeit über 640.000 Mitglieder. Mehr als 1,3 Millionen Förderinnen und Förderer unterstützen die lebensrettende Arbeit mit Spenden. Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.


Pressekontakt:
Martin Holzhause
Leiter DLRG Pressestelle
Telefon: 05723 955 – 442
Mobil: 0162 175 12 04
E-Mail: presse@dlrg.de

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